Ihr Warenkorb ist leer.
Arbeitsblätter mit Übungen und Aufgaben zu den Zeitformen der Verben für Deutsch in der 2. bis 4. Klasse an der Grundschule - zum einfachen Herunterladen und Ausdrucken als PDF.
Verben werden in der Grundschule auch als Tunwörter, Zeitwörter oder Tätigkeitswörter bezeichnet. Sie gehören zu den Wortarten und beschreiben, was jemand tut, was geschieht oder in welchem Zustand sich etwas befindet.
In Wörterbüchern oder anderen Nachschlagewerken stehen Verben immer in ihrer Grundform, dem Infinitiv. Diese Grundform endet meistens auf -en oder seltener auf -n.
Beispiele: gehen oder sammeln
Ein Verb besteht aus einem Verbstamm und einer Endung. Beim Verb gehen ist geh- der Verbstamm und -en die Endung.
Verben verändern ihre Form je nachdem, wer etwas tut. Diese Veränderung nennt man Konjugation. Dabei wird das Verb an die jeweilige Person angepasst.
Beispiel:
Neben der Person können Verben auch ihre Form ändern, um die Zeit (zum Beispiel Gegenwart oder Vergangenheit) oder die Anzahl (Einzahl oder Mehrzahl) auszudrücken. Das richtige Verwenden von Verbformen ist eine wichtige Grundlage für das Schreiben und Sprechen in der deutschen Sprache.
Die Personalform des Verbs hängt von der sprechenden oder angesprochenen Person und deren Anzahl, dem Numerus, ab. Wir unterscheiden beim Numerus die Einzahl (Singular) und die Mehrzahl (Plural) der sprechenden oder angesprochenen Person(en).
Einige Verben behalten bei der Bildung der Personalform ihren Wortstamm bei, andere verändern ihren Wortstamm. Grundsätzlich ändert sich die Endung des Verbs in den Personalformen wie folgt:
Beispiel einer Konjugation mit dem Verb "gehen":
| 1. Person, Singular: ich gehe | 1. Person, Plural: wir gehen |
| 2. Person, Singular: du gehst | 2. Person, Plural: ihr geht |
| 3. Person, Singular: er/sie/es geht | 3. Person, Plural: sie gehen |
Ein Verb gibt in einem Satz die Zeitform an, daher werden sie auch Zeitwörter genannt.
Um über Ereignisse zu sprechen, die in der Gegenwart stattfinden, verwenden wir das Präsens (die Gegenwart).
Um über Ereignisse zu sprechen, die in der Vergangenheit stattfanden und abgeschlossen sind, verwenden wir das Präteritum (die 1. Vergangenheit).
Um über Ereignisse zu sprechen, die in der Vergangenheit stattgefunden haben und bis zur Gegenwart anhalten, verwenden wir das Perfekt (die 2. Vergangenheit).
In der Grundschule lernen die Kinder zunächst den Unterschied zwischen Präteritum und Perfekt, indem erklärt wird, dass das Perfekt vorwiegend im mündlichen Sprachgebrauch verwendet wird und das Präteritum im schriftlichen Sprachgebrauch.
Um über Ereignisse zu sprechen, die in der Zukunft stattfinden werden, verwenden wir das Futur (die Zukunftsform).
Bei den Zeitformen der Vergangenheit wird in der Grundschule nur zwischen der 1. Vergangenheit (Präteritum) und der 2. Vergangenheit (Perfekt) unterschieden.
In der 1. Person, Singular lauten die Zeitformen unseres Beispiels wie folgt:
Beispiel: ich gehe (Gegenwart)
ich ging (Präteritum)
ich bin gegangen (Perfekt)
ich werde gehen (Futur)
Auf den folgenden Seiten erklären wir die Bildung der einzelnen Zeitformen Präsens, Präteritum, Perfekt, Futur.
Die Zeitformen der Verben in der Grundschule umfassen Präsens (Gegenwart), Präteritum (1. Vergangenheit), Perfekt (2. Vergangenheit) und Futur (Zukunft). Bei den Vergangenheitsformen wird nur zwischen 1. und 2. Vergangenheit unterschieden – das Plusquamperfekt ist kein Grundschulthema.
In der Grundschule wird Kindern erklärt, dass das Perfekt vor allem im mündlichen Sprachgebrauch verwendet wird ('Ich bin gegangen'), während das Präteritum typisch für die Schriftsprache ist ('Ich ging'). Beide Zeitformen beschreiben abgeschlossene oder vergangene Ereignisse.
Am Beispiel 'gehen' in der 1. Person Singular sieht das so aus: 'ich gehe' (Gegenwart), 'ich ging' (Präteritum), 'ich bin gegangen' (Perfekt) und 'ich werde gehen' (Futur). Die genaue Bildung jeder Zeitform wird auf den Unterseiten zu Präsens, Präteritum, Perfekt und Futur erklärt.
Konjugieren bedeutet, ein Verb an die sprechende oder angesprochene Person anzupassen – zum Beispiel 'ich gehe', 'du gehst', 'er geht'. Dabei ändert sich die Endung des Verbs je nach Person (1., 2. oder 3.) und Anzahl (Einzahl oder Mehrzahl), manchmal verändert sich auch der Wortstamm.